Führungswechsel bei der GGL markiert Start der Vorbereitungen auf die GlüStV-Evaluierung 2026
Geschrieben von Olivia Krause · 12.7.2026

Führungswechsel bei der GGL markiert Start der Vorbereitungen auf die GlüStV-Evaluierung 2026

Christian Hochgrebe übernimmt am 1. Juli 2026 turnusmäßig den Vorsitz im Verwaltungsrat der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und leitet damit die Vorbereitungen auf die erste umfassende gesetzliche Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 ein, die bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein muss.
Turnusmäßiger Wechsel im Verwaltungsrat
Der Wechsel erfolgt nach dem Rotationsprinzip unter den Bundesländern, das für eine jährliche Rotation des Vorsitzes im Verwaltungsrat der GGL sorgt, sodass jedes Land in festgelegter Reihenfolge die Leitung übernimmt, während Hochgrebe aus dem bisherigen Land kommt und die Aufgaben für ein Jahr übernimmt.
Die GGL koordiniert als gemeinsame Behörde der Länder die Aufsicht über den Glücksspielmarkt in Deutschland und führt Lizenzvergaben sowie Überwachungsmaßnahmen durch, wobei der Verwaltungsrat strategische Entscheidungen trifft und die Geschäftsführung kontrolliert.
Vorbereitung auf die Evaluierung des GlüStV 2021
Bis zum 31. Dezember 2026 muss die erste gesetzlich vorgeschriebene Bewertung des Interstate Treaty on Gambling (GlüStV 2021) vorliegen, die sich auf die Wirksamkeit in den Bereichen Spielerschutz, Kanalisierung der Nachfrage in den legalen Markt sowie Bekämpfung illegalen Glücksspiels konzentriert und Daten aus den ersten Jahren der Anwendung einbezieht.
Die GGL sammelt hierzu Berichte und Statistiken aus den Bundesländern, die als Grundlage für die Evaluierung dienen, während Hochgrebe als neuer Vorsitzender die Koordination dieser Arbeiten leitet und Termine sowie Ressourcen plant.

Aufgaben und Zuständigkeiten der GGL
Die Behörde überwacht die Einhaltung der Vorschriften des GlüStV 2021 durch Lizenznehmer und prüft Anträge auf Erlaubnisse für Online-Glücksspiele, wobei die Evaluierung auch prüft, wie erfolgreich die Kanalisierung funktioniert und welche Maßnahmen zum Spielerschutz greifen.
Beobachter der Branche verweisen darauf, dass die Ergebnisse der Evaluierung möglicherweise Anpassungen des Vertrags nach sich ziehen können, während die GGL bereits jetzt Prozesse anpasst, um die geforderten Daten rechtzeitig bereitzustellen.
Rechtliche Grundlage der Evaluierung
Der GlüStV 2021 sieht in seiner gesetzlichen Regelung eine regelmäßige Überprüfung durch die Länder vor, die erstmals bis Ende 2026 erfolgen muss und Aspekte wie die Reduzierung illegaler Angebote sowie die Wirksamkeit von Schutzmechanismen für Spieler umfasst.
Hochgrebe übernimmt in dieser Phase die Leitung von Sitzungen des Verwaltungsrats, in denen Fortschritte bei der Datenerhebung besprochen werden und Kooperationen mit externen Stellen wie Universitäten oder Forschungseinrichtungen vorbereitet werden.
Zusammenarbeit der Länder
Da die GGL eine gemeinsame Einrichtung aller Bundesländer darstellt, bleibt die Rotation des Vorsitzes ein zentrales Element, um regionale Interessen auszugleichen, während die anstehende Evaluierung eine bundesweite Abstimmung erfordert, die Hochgrebe nun koordiniert.
Die Behörde veröffentlicht in diesem Zusammenhang bereits erste Übersichten zu Lizenzvergaben und Kontrollmaßnahmen, die in die Bewertung einfließen sollen, wobei die Frist bis Dezember 2026 einen straffen Zeitplan vorgibt.
Ausblick auf die kommenden Monate
Ab Juli 2026 konzentriert sich die Arbeit der GGL unter Hochgrebe darauf, alle relevanten Kennzahlen zusammenzutragen und Berichte zu erstellen, die den Ländern als Entscheidungsgrundlage dienen, während parallel der laufende Betrieb der Behörde weitergeführt wird.
Die Evaluierung wird nach ihrer Fertigstellung dem Bundesrat und den Landtagen vorgelegt und kann zu Empfehlungen für Änderungen am GlüStV 2021 führen, wobei die GGL als ausführende Behörde die Umsetzung begleitet.
Zusammenfassung
Der Wechsel an der Spitze des GGL-Verwaltungsrats am 1. Juli 2026 verbindet sich direkt mit den Vorbereitungen auf die erste gesetzliche Evaluierung des GlüStV 2021, die bis zum Jahresende abgeschlossen sein muss und zentrale Aspekte des deutschen Glücksspielmarkts bewertet.